7 Weltwunder, 3 Furien ...

... und 64 andere Fragen, auf die Sie bisher keine Antwort wissen.

Autoren:
Mary Desmond Pinkowish (* in Boston, studierte Biologie und Kunstgeschichte, arbeitete an er Harvard Medical School und ist Redakteurin einer medizinischen Zeitschrift)
Peter D'Epiro (*1950 in New York, studierte Englische Literatur und promovierte an der Yale Universität, heute Redakteur bei der medizinischen Zeitschrift "Patients Care", hat als Autor und Übersetzer mehrere Bücher veröffentlicht, lebt heute im US-Bundesstaat New Jersey)

Dieses Listenbuch, das nach Zahlen geordnet ist, bietet jedem die Möglichkeit, sich fundiert, rasch und unterhaltsam über Alltagswelten zu informieren und sein Allgemeinwissen aufzufrischen. Anhand von 66 Fagen, in denen Zahlen eine (allerdings eher untergeordnete) Rolle spielen, wird man durch die Kulturgeschichte geführt. Gebiete wie Mythologie, Religion, Literatur, Geschichte, Naturwissenschaften, Mathematik, Kunst und Musik geben über die verschiedensten Themen Aufschluss. Beispiele: Die 24 griechischen Buchstaben, die 12 Apostel, die 10 Gebote, 7 Weltwunder und vieles mehr. Kein Sach- und Fachbuch - aber ein unterhaltsames und dennoch lehrreiches Kompendium.

Die göttliche Formel E=mc^2

Autor: Amir D. Aczel

Sowohl die kosmologische Konstante als auch ihr Entdecker Einstein spielen eine Rolle in dieser Geschichte über die Suche nach einer wissenschaftlichen Erklärung des Universums. Durch moderne astrophysische Erkenntnisse rückte die Formel in den Hintergrund, die Einstein seinen "größten Schnitzer" überhaupt nannte. Doch nun erlangt sie wieder an Bedeutung als wichtiger Teil seiner Feldgleichung.

Der Mathematiker und Einstein-Bewunderer Aczel schreibt in seinem wunderbaren Buch über die Bezwingumg der allgemeinen Relativitätstheorie und die schwierige Aufgabe, Relativität mit der Gravitation in Einklang zu bringen. Dabei steuert er den Leser geschickt über schwierige Aspekte hinweg und konzentriert auf die wichtigen Punkte, ohne abzuschrecken oder zu überfordern.

Vorgestellt werden auch Einsteins ästhetische Probleme mit der kosmologischen Konstante, die experimentellen und theoretischen Problemen vorangingen und dazu führten, dass man diese Idee wieder verwarf. Hubble entdeckte das sich ausdehnende Universum und machte somit die Konstante unnötig. Die der Konstante zu Grunde liegende Mathematik ist heute ein wichtiges Werkzeug. Beobachtungen zeigten, dass sich das Universum unendlich ausdehnt, und ließ die Konstante im Triumph zurückkehren und sie erhielt ihren Ehrenplatz in der "göttlichen Formel".

Die unerschöpfte Theorie

Autor: Christoph Antweiler (*1956; Professor für Ethnologie an der Universität Trier)

Tatsächlich ist die Diskussion, ob nun der Schöpfungsmythos oder die Evolutionstheorie an den Schulen gelehrt werden soll, schon lange in Europa angekommen. Gegenüber stehen sich hier allgemeine, wissenschaftliche Erklärungsmuster und eine starke, evangelikale Lobby, die stets darum bemüht ist, wieder mehr religiöse Werte in den Lehrplänen zu verankern, die sich meistens mit eher distanzierter Haltung begegnen.

Das Buch knüpft an den Kongress "Die erschöpfte Theorie?" an, beinhaltet elf Beiträge verschiedener Autoren und will durch eine Gegenüberstellung und Darstellung obiger Standpunkte zeigen, inwiefern sich darin ein fundamentaler, gesellschaftlicher Konflikt spiegelt, da dies grundlegende Fragen mit sich bringt. Zum Beispiel, ob in der Bildung ein wissenschaftliches Weltbild alleinige Grundlage sein sollte, oder auch bspw. religiöse Vorgaben berücksichtigt werden sollen. Antweiler stellt am Beispiel Kreationismus vs. Intelligent Design klar die vorherrschenden Denkmuster heraus. Dabei wird klar, dass es nicht um ein paar wenige, fundamentalistische Schulverweigerer geht, sondern diese Debatte bis weit in die bürgerlichen Parteien hineinreicht.

Im weiterern Verlauf werden Folgen behandelt, die sich aus einem rein naturalistisch und auf die Theoremen der Evolution aufbauenden Unterricht ergeben würden und welche methodischen Veränderung dies mit sich bringen würde. Dies erörtert Antweiler unter anderem auch mit Blick auf die Soziobiologie.

Antweiler gelingt hier eine kontroverse und doch sachliche Darstellung vom evolutionären Erklärungspotential sowie der Konfliktfelder und Grenzen. Das Konzept des Buches, die unterschiedlichen Ansichten sachlich miteinander ins Gespräch zu bringen, überzeugt. Allein schon deshalb, weil man diese Debatte seit 30 Jahren erhitzt und meist sehr emotional führt, was oft peinliche, argumentative Kurzschlüsse mit sich bringt, die keinem weiterhelfen.

Ergänzt werden die einzelnen Beiträge durch jeweils detaillierte, weiterführende Quellennachweise. Zudem eigent sich das Buch für Kenner wie für Laien und setzt keine evolutionsbiologischen Vorkenntnisse voraus.

Die Welt des Neandertalers

Autor: Juan L. Arsuaga

Der Titel des Buches von Arsuaga ist ein wenig irreführend. Im Mittelpunkt stehen nicht wirklich die Neandertaler, sondern tatsächlich ihre Welt in einem viel umfassenderen Sinne. Unter anderem die Stellung früher Hominider unter den Lebewesen, ihre handwerklichen und intellektuellen Fähigkeiten sowie ökologische und klimatische Rahmenbedingungen.

Die Menschheit glaubte eine lange Zeit, dass unser Bewusstsein erst mit Entwicklung des Homo Sapiens deutliche Gestalt annahm. Forschungen jedoch belegen, dass der Neandertaler zum einen ein ganzes Stück größer waren als bisher vermutet und zudem fast so intelligent wie der Homo Sapiens. Die Spezies hatte sich unabhängig von unseren heutigen Vorfahren entwickelt und verschwand vor ca. 30.000 Jahren wieder von der Bildfläche.

Arsuaga selbst ist an einer Uni in Madrid als Professor für Paläontologie tätig. Im Verlauf des Buches nimmt er den Leser mit auf zahlreiche Exkurse, die uns über archäologische Methoden Aufschluss geben, botanische Fragen, Episoden der Frühgeschichte der Menschheit - was alles dabei hiflt, die Informationen über den Neandertaler an sich besser einzuordnen.

Einziges Manko: Der Stil wirkt teils sehr geschwätzig und man wünscht sich (vor allem, wenn es um philosophische Fragestellungen geht) dass Arsuaga besser bei seinem Fachgebiet belassen hätte.

Das fachkundige und verständlich geschriebene Buch unterscheidet sich trotz allem stark von anderen, meist sehr sachlich gehaltenen Einführungen in archäologische Arbeiten etc. , und legt viele Pfade direkt zur Geschichte der Neandertaler.

Seitensprünge der Evolution

Autor: Matthias Glaubrecht

Glaubrecht ist als Wissenschaftsjournalist bei diversen Tageszeitungen und als Kurator am Naturkunde-Museum an der Humboldt-Universität tätig. Bei seinen Streifzügen durch die Welt der Natur, hat er schon so manches Kusiosum gesehen. Genau diese Kuriositäten hat Glaubrecht kurz und unterhaltsam in diesem Buch niedergeschrieben, insgesamt 36 davon.

Er schildert 36 Kapriolen der Evolution, welche stilistisch wie thematisch ein breites Puplikum ansprechen. Glaubrecht wirft Schlaglichter auf die spannende Arbeit der Naturforscher indem er Themen aufgreift wie:


  • Krieg der Schnecken
  • Einwanderungskontinent Europa
  • Paarungsrituale bei Tieren
  • Die Ökonomie des Hüpfens
  • Die Wanderung der Störe
  • Saurier mit vier Flügeln
  • Das geheimnisvolle Leben der Urahnen
  • und viele mehr ...


Pressestimmen

BUCHHÄNDLER HEUTE
"Der Autor schildert unterhaltsam erstaunliche Kapriolen der Evolution ... und zeigt nebenbei, wie spannend die Arbeit eines Naturforschers sein kann."

AUFKLÄRUNG UND KRITIK
"Ein Kuriosenkabinettder Evolution übersichtlich dargeboten in 36 seltsam-wunderlich-amüsanten, aber kurz gefassten Abschnitten."

Deutschlandradio Kultur
"... lehrreiche, bisweilen vergnügliche Geschichten ... mit spitzer Feder geschriebene Streifzüge ... So macht Evolutionsbiologie Spaß."
ekz-Informationsdienst
"Ein empfehlenswertes, sehr anschauliches, fachlich kompetentes Sachbuch ..."