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Die Kräuter in meinem Garten (Hirsch/Grünberger) [Rezension]

von Siegried Hirsch und Felix Grünberger

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Wenn ich EIN Buch überall hin mitnehmen könnte - es wäre dieses hier. Als Natur- und Kräuterliebhaberin steht bei mir so manches Kräuterbuch im Regal, aber das hier ist das absolut umfassendste und gilt weithin auch als DAS Grundlagenwerk schlechthin. Leider kann man es auf Exkursionen nicht mitnehmen, da es bei seinen 800 Seiten über 2 Kilo wiegt, dafür erweist es jedoch zu Hause seinen praktischen Nutzen wie kaum ein anderes Buch was ich besitze.

Das Standard-Kräuterbuch


Ein großer Pluspunkt ist hier, dass es das einzige Kräuterbuch ist, welches moderne, wissenschaftliche Erkenntnisse, botanische Fakten, traditionelle Überlieferungen und alternative, ganzheitliche Energieformen so stimmig und umfassend verbindet.

Insgesamt werden über 500 Kräuter und Pflanzen portraitiert, die übersichtlich und mit über 700 Farbfotos im Detail vorgestellt werden. Dazu gibt es natürlich Anbauanleitungen zum selbst Züchten und Konservieren, Angaben zur Blüte- und Sammelzeit, Trockung, Anwendungen als Heilmittel und viele Tabellen zur Mittelfindung sowie ein Symptome-Verzeichnis zur Selbsthilfe.

Tausende Kräuter-Rezepte - für Anfänger und Fortgeschrittene


Gesondert erwähnen möchte ich außerdem die unglaublich vielen  (über 1000!) Rezepte und Verwendungsmöglichkeiten, die beschrieben werden. Das reicht von alltäglichen Dingen wie Tee, Essig, Marmeladen und Saft über Wein, Öl, Liköre und Schnäpse, bis hin zu Tinkturen, Salben, Schönheitsmasken und Bädern. Hierbei wurde immer auf leichte Umsetzbarkeit geachtet, man brauch keine stundenlange Vorbereitung und kommt auch als Anfänger gut zurecht. Vieles hab ich mittlerweile ausprobiert, und alles ist mir gelungen bzw hat gut geschmeckt.

Kräuter aus ganzheitlicher Sicht


Zusätzlich zu den ganzen Daten und Fakten gibt es immer auch Angaben zu den alternativen Heilformen und ganzheitlicher Betrachtung der Pflanzen, zB. die zugeordneten Edelsteine und Planeten, Homöopathie, Bach-Blüten, Schüßler-Salze, nachgesagte magische Bedeutung und Überlieferungen etc.pp. Ganz unabhängig davon wie man dies bewertet - es sind einfach ALLE Infos vorhanden. Sogar ein Verzeichnis von Kräutergärten zum Besichtigen wurde beigefügt.

Also wer bisher denkt er kenne sich gut in der Kräuter-Materie aus, der kann hier für den Rest seines Leben noch was dazulernen, und wird immer wieder ein Gewächs entdecken, was er noch nicht kannte, oder dessen Verwendung er unterschätzt hat. Wüsstet ihr zum Beispiel um die Heilwirkung vom großen Klappertopf? Der Hundspetersilie? Oder vom Zahnstocherkraut? Oder wusstet ihr dass Äpfel schlaffördernd und appetitanregend sind? Dass Erdbeere und Bärlauch das Blut reinigen und Bohnenkraut den Magen stärkt?

Ich kann das Buch nicht genug anpreisen, hier lohnt sich wirklich jeder Cent. Vielen Dank für dieses wundervolle und praktische Standardwerk!




Blätter von Bäumen: Heilkraft und Mythos einheimischer Bäume

von Susanne Fischer Rizzi


Bäuem essen ... geht denn das?!


Wer sich für die Mythen und Legenden sowie die (nach wie vor) heilenden Kräfte von Bäumen interessiert, der wird dieses Buch lieben. Es werden Sagen und Heilanwendungen der einzelnen Bäume vorgestellt, dazu gibt es auch immer gleich passende Rezepturen (Tinkturen, Tees, Salben, teilweise auch Essbares - z.B. Eichelbrot oder Holunderblütensirup). Da Bäume schon immer als heilige Lebewesen angesehen wurden, hat man sich schon seit jeher enormes Wissen über ihre Heilkräfte angeeignet - das uns jetzt allen offensteht in diesem Buch.


Dazu gibt es wunderschöne Illustrationen von Peter Ebenhoch - ein Augenschmaus!

Ich finde den "Trend" gut, dass sich immer mehr (Kranke wie Gesunde) um Medizin bemühen, die naturbelassen ist. In diesem Buch wird man sachlich an das Thema herangeführt, und auch Anfänger können beruhigt sein, da stets auch auf etwaige Gefahren hingewiesen wird (Welche Bäume sind giftig usw.). Es werden 34 Baumarten mitsamt kulturellem Kontext vorgestellt, inkl. natürlich botanische Erkennungszeichen, medizinische Verwendung und sogar Gedichte.

Blätter von Bäumen - eine wahre Fundgrube! Man kann sich immer wieder nur wundern, mit wieviel Hilfe uns die Natur gesegnet hat.